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Dickbauer Klaus

Vorname
Klaus
Nachname
Dickbauer
erfasst als
Interpret:in
Komponist:in
Ausbildner:in
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Neue Musik
Elektronik
Instrument(e)
Altsaxophon
Bassklarinette
Elektronik
Flöte
Klarinette
Saxophon
Geburtsjahr
1961
Geburtsort
Wels
Geburtsland
Österreich
Klaus Dickbauer

Klaus Dickbauer © Wolfgang Grossebner

Auszeichnungen
2002 Austrian Music Office: Hans-Koller-Preis i.d. Kategorie "Musiker des Jahres"
2024 Österreichischer Musikrat (ÖMR): Nominierung Österreichischer Jazzpreis i.d. Kategorie "Best Live Act" (mit Saxofour)

Ausbildung
Anton Bruckner Privatuniversität Linz: Klarinette
Universität Mozarteum Salzburg: Klarinette
MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien: Saxophon
Berklee College of Music Boston (USA): Saxophon

Tätigkeiten
1991–heute mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Lehrbeauftragter für Saxophon

Schüler:innen (Auswahl)
Christoph Pepe Auer, Florian BauerSiegmar Brecher, Viola Falb, Florian Fennes, Sophie Hassfurther, Viola Jank, Michael Krenn, Franz Oberthaler, Victoria Pfeil, Clemens SalesnyLukas Schiemer, Julia Schreitl, Leonhard Skorupa, Wolfgang Schiftner, Johannes Weichinger, Astrid Wiesinger

1990–2005 Vienna Art Orchestra, Wien: Saxophonist
1991–heute Saxofour: Mitbegründer, Saxophonist
2015–heute Dickbauer Collective: Mitbegründer, Saxophonist, Komponist (gemeinsam mit Mario Rom (tp), Stephan Dickbauer (tsax, cl), Johannes Dickbauer (vl), Asja Valcic (vc), Christian Wendt (db), Mathias Ruppnig (schlzg), Patrice Héral (perc, elec))

Call Boys Inc: Mitbegründer, Saxophonist (gemeinsam mit Wolfgang Mitterer, Günther Selichar, Gunter Schneider))

Musiker in den verschiedensten Stilbereichen mit Bands wie Ostinato, Blue Grass Connection, Karl Ratzers Horn Special, Hans Koller Sextett, Upper Austrian Jazz Orchestra, X Quartett, Saxofour u.a.
Zusammenarbeit u.a. mit Musikern wie Wolfgang Mitterer, Wolfgang Puschnig, Paul Urbanek, Juan Garcia Herreros, Lorenz Raab, Thomas Gansch, Allegre Corea, Herbert Joos,Jean-Paul Celea, Tom Cora, Kenny Wheeler, Django Bates, Wolfgang Muthspiel, Wolfgang Reisinger, Steve Arguelles, Louis Sclavis, Bob Berg, Fritz Pauer, Karl Ratzer, David Liebman, Jonny Griffin, Maria Joao, Jack Walrath, Antonio Sanchez, Don Alias
wirkt auch kompositorisch mit bei Projekten wie "Das Loch" (Eine Klanginstallation in den Dachstein Rieseneishöhlen), "Die Apokalypse des Hl. Johannes" (Trio-Konzerte mit Gunther Schneider und Wolfgang Mitterer im Rahmen des Festivals "Musica Sacra" in Italien), Theatermusik für ein Stück von Herbert Achternbusch ("An der Donau"), musikalische Lesungen mit Ernst Jandl ("Lieber ein Saxophon")
schreibt und spielt die Musik für Literatur und Musikabende mit Maxi Blaha

Pressestimmen (Auswahl)
10. April 2026
über: The Rhythm of the World - Saxfour (ATS Records, 2026)
"Was Saxofour seit ihren Anfängen auszeichnet, zeigt sich auch hier deutlich: Vier Individualisten, die ihre unterschiedlichen Handschriften zu einer schlüssigen Einheit formen. Virtuosität, Spielwitz und ein feines Gespür für Dramaturgie greifen ineinander und verleihen der Musik jene Leichtigkeit, die selbst anspruchsvolle Passagen mühelos wirken lässt. Humorvolle Momente stehen neben nachdenklichen Stimmungen, kraftvolle Grooves neben sanften Klanglandschaften.

Auch nach 35 Jahren zeigt sich Saxofour auf „The Rhythm of the World“ ideenreich, beweglich und voller Spiellust – ein Album, das die stilistische Offenheit des Quartetts in lebendiger Form bündelt. Dass das kreative Feuer der vier Musiker noch lange nicht erloschen ist, macht diese Veröffentlichung eindrucksvoll deutlich."
mica-Musikmagazin: SAXOFOUR – „The Rhythm of the World“ (Michael Ternai, 2026)

22. November 2021
über: Celebrating the Joy of Life! - Saxofour (ATS Records, 2021)
"Zur Feier des bald 30-jährigen Bestehens, präsentieren uns SAXOFOUR ihr neues Werk "Celebrating the joy of life" (ATS Records). Damit grooven sich die vier Saxofonisten lebensfroh durch 14 vielfältige Eigenkompositionen, und zeigen damit wieder einmal ihren außergewöhnlichen musikalischen Ausdruck [...]. Genretechnisch schwer einzuordnen, bewegen sich die Stücke irgendwo zwischen Jazz, Funk, Latin und auch bluesigen Tönen. Aber unabhängig vom stilistischen Terrain zeigen die Musiker stets eine Spielfreude und Energie, wie sie so nicht allzu oft zu finden ist. Diese Freude und positive Kreativität transportieren sie wunderbar, und schaffen dabei ein wohltuendes Hörerlebnis, welches die Stimmung des Publikums deutlich hebt. Dies ist neben dem von Leichtigkeit geprägtem, spielerischem Vermögen auch der Kompositionsarbeit von Bramböck, Dickbauer, Maurer, und Puschnig zu verdanken. So bilden sie mit ihren schönen, eingängigen Melodien einen perfekten Rahmen für die eigenen künstlerischen Höhenflüge am Instrument. Mit diesem Ansatz und Grundgefühl wird man damit dem Titel des aktuellen Albums mehr als nur gerecht, was gerade in diesen Zeiten sicher nicht schaden kann [...]."
mica-Musikmagazin: SAXOFOUR – "CELEBRATING THE JOY OF LIFE" (Alexander Kochman, 2021)

17. April 2016
über: 25 Years Of Joy And Fun - Saxofour feat. Tacuma Jamaaladeen, Timmy Hutson (Skylark Records/Universal Music Austria, 2016)
"Saxofour – wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Formation um ein Saxofonquartett. Doch bevor man sich dazu verleitet fühlt, diesem einen stereotypen Stempel aufzudrücken und es in ein traditionelles Eck zu rücken, sollte man doch noch einen zweiten und tiefergehenden Blick riskieren, denn mit Florian Bramböck, Klaus Dickbauer, Christian Maurer und Wolfgang Puschnig werken in diesem Ensemble vier Musiker, die alles andere tun, als sich an den bereits tausendmal vorexerzierten Jazzentwürfen zu orientieren. Saxofour steht, wie auch das für musikalische Offenheit, stilistische Vielfalt, Innovation und instrumentales Virtuosentum. Die vierköpfige Gruppe wandelt auf einem Pfad, der von experimentellen Ansätzen, über die Verbindung von Traditionellem mit dem Modernen und einer Art der Neuen Improvisationsmusik bis hin zu den verschiedenen Formen der Weltmusik führt. Diese an den Tag gelegte Offenheit bedingt letztlich die Entstehung eines in seiner Note sehr facettenreichen und vielschichtigen Sounds, welcher sich genauso über weite harmonische Melodiebögen, wie auch über komplex Rhythmisches definiert. Die besondere Kunst und das Können von Florian Bramböck und seinen Kollegen spiegelt sich vor allem darin wider, alles wie aus einem Guss erklingen zu lassen. Ihre Musik wird getragen von einer ordentlichen Portion Spielwitz, die verhindert, dass sich das Dargebotene auf allzu sperrigem und kopflastigem Terrain verliert."
mica-Musikmagazin: 25 Jahre SAXOFOUR – Jazz der Extraklasse im NEXUS (mica, 2016)

29. April 2007
über: Our favourite filmsongs - Saxofour (EmArcy/Universal Music Austria, 2007)
"Die vier Saxler, Wolfgang Puschnig, Klaus Dickbauer, Florian Bramböck und Christian Maurer sind Kuderanten, Lachbohnen, Kichererbsen, Grinslinsen und hervorragende Musiker die auch gerne ins Kino gehen. Dortselbst sehen sie nicht nur bewegte Bilder, sondern hören auch Musik und weil sie eben neben dem Humor auch noch ein exzellent geschultes Gehör haben fressen sich etliche Melodien tief in ihren Gehörgängen fest. Irgendwann brechen diese Melodien dann mit brachialer Gewalt hervor und wollen von den oben angeführten Herren gespielt werden. Aber – sie wollen nicht eins zu eins wiedergegeben werden, sie wollen verändert werden, wollen an das Saxofonspiel angepasst werden, wollen neu inszeniert werden und vor allem wollen sie mit - auch melancholischem Humor (weil sie ja nicht mehr die jüngsten sind eben auch mit der milden Güte des Alters) - gespielt werden. Da sitzen sie in den Gehörgängen der Herren gerade richtig! Die nehmen sich dann nämlich die Melodien zur Brust und zeigen ihnen wo der Bartl einst den Most holte und weisen sie ganz zart darauf hin, dass Most schon lange aus der Mode ist und die heutige Gesellschaft sich mit Roten Bullen und anderen, das Bewusstsein erweiternden Flüssigkeiten am Leben erhält. In Spül mir das Lied vom Boot sind die Helden alt geworden, nix ist mehr zu hören von der raubeinigen Brutalität der einstigen Filmhelden, Pril tut es auch: Komm, spül mit!, der junge Herr Himmelvater hat so seine Probleme mit dem Kreuz wenn er auf das Leben pfeift und dabei Always Lookin' (to the bright side of life) die Melodie von Monty Phyton vor sich hin summt, und sowohl Larrys als auch Laras Tees sind schon ein wenig ausgekühlt – obwohl das Riesenrad sich weiter dreht und es in Wien immer noch Kanäle gibt. Eistee ist eben eine Erfindung der Neuzeit. Nix ist es mit Nostalgie wenn sich Herr Yul Brynner mit Frau Agatha Christie im Kreis dreht, wieder nix ist es wenn Herr Charles Bronson den Colt rauchen lässt, der Blaue Panther wird zum grauen Grantler und Herr Bond, James Bond, mag es ab sofort Geschürt, und nicht gerüttelt. Eine grenzenlose Bilderflut ergießt sich über den geneigten Hörer und das Grinsen will kein Ende nehmen. Alltagstauglich und Allzweckgeeignete Musik für jeden Zweck."
Kulturwoche: Saxofour – Our Favourite Filmsongs (Alfred Krondraf, 2007), abgerufen am 03.11.2022 [https://www.kulturwoche.at/musik/928-saxofour-our-favourite-filmsongs-r…]

1995
Solo-Works - ein erwartet fabelhaftes unerwartetes Album [...] Unerwartet, weil er mit "Solo-Works" aus Versatzstücken zwischen Minimal und Jazztradition, Funk und zeitgenössischer E-Musik einen kraftvollen Soundkosmos kreiert hat, den zu ergründen eine spannende und lustvolle Erfahrung ist.
Salzburger Nachrichten 

1995
Klaus Dickbauers musikalische Welt ist in stetiger Bewegung, die Motiv für verblüffende Einfälle und neue Klangbilder ist. Coole bis freie Sounds der Bläser machen dieses Projekt zum Hörerlebnis. Sie erreichen kosmopolitishe Dimensionen durch die originelle Instrumentation. Etwa wenn sich das Akkordion(Jean Louis Martinier) mit dem sechsstimmigen Sax-Satz mischt, die Klarinetten insistierednen Rhytmus liefern oder die Elektronik freche Akzente setzt.
Oberösterreichische Kronenzeitung (Chris Tomark)

Diskografie
2026 The Rhythm of the World - Saxfour (ATS Records)
2021 Celebrating the Joy of Life! - Saxofour (ATS Records)
2016 25 Years Of Joy And Fun - Saxofour feat. Tacuma Jamaaladeen, Timmy Hutson (Skylark Records/Universal Music Austria)
2016 Es Wohnt Ein Friedlicher Ton In Meinem Saxophon - Saxofour (Skylark Records/Universal Music Austria)
2013 Music For All Occasions - Saxofour (ATS Records)
2011 Gimme Some of That - Saxofour feat. Don Alias (ATS Records)
2010 Saxofour plays Mozart "Die Zaubertröte" - Saxofour (ATS Records)
2007 Our favourite filmsongs - Saxofour (EmArcy/Universal Music Austria)
2005 Cinco - Saxofour feat. Maria João (EmArcy/Universal Music Austria)
2004 European Christmas - Saxofour feat. Maria João (EmArcy/Universal Music Austria)
2002 Vocalizing Reeds - Saxofour (PAO Records)
2002 Reindeer Games - Saxofour (EmArcy/Universal Music Austria)
2000 Laßt uns froho uhund munter sein - Saxofour (PAO Records)
1998 Horns Astray - Saxofour (PAO Records)

Links mica-Artikel: Pan Tau-X präsentiert Detected +, mica-Artikel: Saxofour präsentieren "Die Zauberflöte", Agentur kunstplus, Hans-Koller-Preis 2002

mica-Archiv: Saxofour

2009 Ternai, Michael: Saxofour zu Gast im Porgy. In: mica-Musikmagazin.
2012 Demcisin, Georg: Porträt: Saxofour. In: mica-Musikmagazin.
2013 Ternai, Michael: Saxofour präsentieren "Music for all occasions". In: mica-Musikmagazin.
2014 Ternai, Michael: SAXOFOUR präsentieren "European Christmas". In: mica-Musikmagazin.
2016 mica: 25 Jahre SAXOFOUR – Jazz der Extraklasse im NEXUS. In: mica-Musikmagazin.
2021 Kochman, Alexander: SAXOFOUR – "CELEBRATING THE JOY OF LIFE". In: mica-Musikmagazin.
2026 Ternai, Michael: SAXOFOUR – „The Rhythm of the World“. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links
Familie: Johannes Dickbauer (Neffe), Stephan Dickbauer (Neffe), Lily Francis

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 14. 4. 2026): Biografie Klaus Dickbauer. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/68682 (Abrufdatum: 1. 5. 2026).